Mini-Z ist eine RC-Car-Autoklasse, im Maßstab 1:24-28 vom japanischen Hersteller Kyosho.

 

 

Mini-Z Fahrzeuge im Größenvergleich

Durch den relativen kleinen Maßstab passt das Auto auf die Handfläche eines erwachsenen Menschen. Somit ist ein Fahren auf kleinem Gelände möglich. Die Energieversorgung der Modelle erfolgt ausschließlich elektrisch, mittels vier Batterien oder Akkus vom Typ AAA (Micro_(Batterie)). Für eine optimale Motorleistung werden üblicherweise NiMH Akkus mit 700-900 mAh verwendet.

Der Hersteller bietet für diese Serie eine große Anzahl von verschiedenen Karossen an. Diese sind den originalen Fahrzeugen detailliert nachempfunden sowie mit einem Schutzlack versehen. Des Weiteren bieten Kyosho und Fremdfirmen die Karossen unlackiert an. Diese werden wie im RC-Modellbau üblich, mehrfach lackiert, mit Abziehbildern (Decals) beklebt und mit einem Schutzlack versiegelt. Zusätzlich sind selbst gebaute Beleuchtungen der Scheinwerfer und Rückleuchten in dieser Klasse möglich.

Der Radstand der Fahrzeuge beträgt, je nach Karosserien, 86, 90, 94, 98, 102 und 106 mm. Durch die Chassistypen und die Motorhalterungen kann das Auto an die verschiedenen Karosserien angepasst werden. Das Modell MR-03 ist der einzige Typ der an alle Karosserien angepasst werden kann.

Durch verschiedene Motoren und entsprechenden Antriebsübersetzungen sind sehr unterschiedliche Beschleunigungswerte und Geschwindigkeiten möglich. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei ca. 30 km/h. Bei der Lenkung sind durch Tuningteile weitere Fahreigenschaften einstellbar. Dazu zählt der Radsturz, Radaufhängungswinkel und die Federung. Die Federung der Hinterachse wird durch ein Verbindungsstück zwischen Motorhalter und Chassis beeinflusst. Dieses Verbindungsstück nennt sich je nach Modell „T-Bar“ oder „H-Bar“ und kann aus Kunststoffen oder Kohlefaser bestehen.

Mini-Z Front mit Tuning-Teilen

In dieser RC-Klasse werden internationale Rennen durchgeführt. Der Hersteller betreibt in Deutschland einmal im Jahr die Rennveranstaltung „Mini-Z Masters“.

Inhaltsverzeichnis

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Chassis Typen

Mini-Z MR-02, MR-03, AWD
  • MR-01 (der originale Mini-Z)
  • MR-015 (Das MR-01-Chassis mit verbesserter Elektronik, Servo Saver und Stoßdämpfer hinten; die Breite des Chassis und die Batterieanordnung ist dieselbe)
  • MR-02 (Das MR-01-Chassis wurde komplett neu gestaltet, mit verbesserter Elektronik, Servo Saver, tieferer Schwerpunkt der Batterien, breitere Front)
  • MR-02LM (Eine Erweiterung vom MR02 mit 2,4-GHz-ASF-Elektronik, breiteres Heck und breitere Front, längerer Radstand, verbesserte Motorhalterung und Reibungsdämpfer)
  • MR-015/02 iSeries (selbes Chassis wie MR-015/02, aber mit vereinfachter Elektronik und ohne Bremse)
    Mini-Z AWD mit SAS
  • MR-03 (neues Chassis mit dynamischem Sturz und Frontdämpfung und neuem ASF-Empfänger, veränderbarer Frontbereich zur Anpassung an alle Karosserien)
  • MA-010 (Chassis mit Allradantrieb, Radstand 90-94 mm)
  • MA-010DWS (Chassis mit Allradantrieb und neu konstruierter Hinterachse, Radstand 90-98 mm)
  • MF-010 (Formula One style open-wheel)
  • MV-01 (Geländewagen/SUV Variante)
  • MM-01 (Monstertruck Variante)
  • Mini-Z LIT (Compact 1/28th RC car, vergleichbar mit einem 1/32 scale car)
  • NASCAR Series (ein MR-015i mit längerem Radstand)
  • Formula Boot (RC Boot mit Anhänger für Overland)

Frequenzbänder

  • AM 27 MHz
  • AD-Band (in Deutschland nicht zugelassen)
  • 2,4 GHz

Das 2,4-GHz-Funksystem ist heutzutage Standard bei der professionellen Ausübung, da es viele Vorteile bietet. Das System ist sehr viel weniger störanfällig, da permanent automatisch geeignete Frequenzen genutzt werden. Somit entfällt außerdem die Absprache mit anderen Fahrern über die belegte Frequenz. Zudem ist somit ein Rennen mit bis zu 40 gleichzeitigen Fahrern möglich. Jeder Hersteller nutzt bei der 2,4-GHz-Technik sein eigenes proprietäres Funksystem. Dadurch sind andere Systeme von Fremdherstellern nicht mit den Mini-Z kompatibel. Kyosho arbeitet mit dem Partner KoPropo zusammen und verwendet das ASF-System (Auto Selected Frequency System).

Mini-Z Masters Rennstrecke 2010

Fernsteuerungen

Die 27Mhz AM Mini-Z Modelle wurden mit einfachen, nicht Computerunterstützten Fernsteuerungen ausgeliefert. Bei dem MR-01 Chassie war es die Perfex KT-2, bei MR-02, MR-015, MA-010/AWD, Monster, Overland und Formel 1 die Perfex KT-5. Die neueren Modelle wie MR-02 ASF, MA-010/AWD ASF, MR-03, Formel 1 ASF und Overland ASF kann die Perfe KT-18 mitgeordert werden. Bei den 27Mhz AM Modellen kann jede Fernsteuerung benutzt werden, die auf 27Mhz AM läuft. Die ASF Fahrzeuge hingegen können aufgrund des Kyosho/Kopropo eigenen Übertragungsprotokoll nur mit bestimmten Fernsteuerung gefahren werden. Angefangen bei der Preisgünstigen Perfex KT-18 und der Kopropo EX-5UR ASF. Des Weiteren ist es möglich, sogenannte Modul-Fernsteuerung zu verwenden. Dazu wird das Kopropo 2,4Ghz ASF Modul benötigt(RF-901sm). Mit diesem Modul kann man folgende Fernsteuerungen benutzten:

  • Kopropo Mars EX-1-UR
  • Kopropo EX-5UR
  • Kopropo Helios EX-10
  • Kopropo Eurus EX-10 (wahlweise auch mit dem Schnelleren RF-902SM ASF Modul)
  • Kopropo Esprit 3 Universe
  • Sanwa/Airtronic M8 (Nur mit Adapter)
  • Sanwa/Airtronic M11 (Nur mit Adapter)
  • Futaba 3PK (Nur mit Adapter)

Zeitmessung

Auf professionellen Rennstrecken ist eine Zeitmessung unerlässlich, denn nur so können zuverlässig Qualifikationen und Rennwertungen erfolgen. Darüber hinaus ist diese auch beim Training unerlässlich, um z.B. ein korrekte Abstimmung für das Auto zu finden. Vom Hersteller werden zwei Messsysteme angeboten.

  • Lab Counter (Lichtschrankensystem)

Siehe auch

Quellen

Literatur

Weblinks

 

 

 

Was ist ein Mini-Z?
Ein Mini-Z ist ein digital-proportional ferngesteuertes Fahrzeug, das von Kyosho produziert wird.
Es gibt zur Zeit folgende Modelle:


Der MR01 ist der am weitesten verbreitete Mini-Z und stellt zur Zeit den günstigsten Einstieg in die Mini-Z Serie dar, weil es massig Infos und Extras gibt. Deshalb konzentriert sich dieses FAQ erstmal auf den MR01.
Der MR02 stellt laut Kyosho-News einen Zwischenschritt zum eigentlichen MR-Nachfolger da. Die MR01 Karosserien und ein großer Teil des MR01 Zubehörs passen nicht auf den MR02.
Seit Ende 2004 gibt es jetzt auch ein Zwischending MR01<>MR02 und zwar den MR015.
Ab den 01.12.05 gibt es Weltweit den ersten MiniZ mit Allradantrieb den AWD(MA-010)
Der Overland ist ein Offroad-Fahrzeug, der F1 ein Formel-Rennwagen und der Monster-Truck halt ein kleines 2WD RC-Monster
MR02,MR015, F1, Overland, AWD und das Monster haben eine elektronische Bremse, der MR01 nicht.

Der ist ja klein. Was ist denn das für ein Maßstab?
Die Mini-Z sind 1:28. Der F1 ist 1:24.


Hui, die sind aber teuer. Was ist denn alles in einem MR01 RTR-Set drin?
komplett aufgebautes Chassis
Karosserie (lackiert / mit Decals / passende Karosseriehalter)
Felgen
Reifen
Pistolen-Fernbedienung mit Dual-Rate (Lenkwinkeleinstellung)
Quarzpaar
verschiedene Motor-Ritzel
verschiedene Motorhalter
Pylonen
Anleitung

Geht es nicht doch noch preiswerter?
Sicher, kauf' einen Clone, z.B. Lxx Scalez/iWaver oder Firelap diese sind allerdings Qualitativ nicht so Hochwertig und erfordern meist auch ein gewisses bastlerisches Geschick um sie renntauglich zu machen (recht hohe Fertigungstoleranzen)

Warum stehen in diesem FAQ keine Informationen über die Lxx Scalez oder iWaver drin?
Weil es dazu ein eigenes FAQ gibt.

http://549.rapidforum.com/viewtopic.php?t=6922

Was hat denn der MR01 so für Besonderheiten?
Einzeln gefederte Vorderräder
zentral gefederte Hinterachse
Pseudo-Stabilisator für die Vorderachse
Hinterachse mit Differential (nicht einstellbar)
Austauschbarer Quarz
Plastik-Achslager
Harte Reifen
Achsschenkel mit 0° Sturz
Lenkstange mit 0° Vorspur
Sehr detaillierte Karosserie

Was ist der Unterschied zwischen MR01 und MR01F?
Der MR01F hat einen sehr flachen Motorhalter, damit die neuen, niedrigen Karosserien (z.B. Shelby Cobra) besser passen und noch genug Platz zum Einfedern vorhanden ist. Der Motorhalter ist nahezu identisch mit dem MR02-RM Motorhalter. Das bedeutet, dass ein MR01-Differential NICHT passt. beim MR01F muss man also ein MR02-Diff verwenden.

Was ist der Unterschied zwischen MR01 und MR015
Der MR015 ist ein Zwischenmodell, zwischen MR01 und MR02.
Er besitzt im Gegensatz zum MR01 eine Bremse und einen Servosaver und wurde in Ersterlinie entwickelt, um auch die schmalen - kurzen Scale Karos renntauglicher zu machen und als günstigeren Einstieg in die Zetti Klasse. Der MR01 ist dadurch eher als Auslaufmodell zu sehen.
Kyosho "Power & Action", Ausgabe Januar 05:
"Nach 6 Jahren wird es (das MR01-Chassis) nun durch den Nachfolger MR-015 abgelöst."


Mit welcher Frequenz fahren die Mini-Z?
27 MHz mit austauschbaren Quarzen

Kann man auch eine andere FB benutzen?
Sicher. Jeder 27MHz(AM) Sender wie z.B. die Graupner X3-Race oder die Acoms Hayabusa sind ok.

Ich will so einen Mini-Z MR01 haben. Welche Karosse soll ich nehmen?
Wer nur ein wenig durch die Küche cruisen möchten, der nimmt einfach die Karosserie, die ihm gefällt. Angehende Racer achten darauf, dass sie eine Karosserie nehmen, die einen langen Radstand und evtl. auch eine breite Spur zuläßt.
Besonders gut sind die "alten" Karosserien wie z.B. Mercedes CLK (alte DTM-Serie) oder der Ferrari Modena. Diese Karossen weisen speziell am Vorderwagen ein recht dicken Kunststoff auf, was bei Crashs nicht gleich zum Bruch führt.


Langer Radstand? Sag' bloß, den kann man verändern?
Aber sicher, sogar in drei Stufen: 86mm / 90mm / 94mm

Und lang ist besser?
Ein langer Radstand sorgt für ein stabileres Fahrverhalten, besonders auf den Geraden.

Was ist mit der Spur?
Alle Fahrzeuge haben schmale Felgen auf der Vorderachse (VA).
Auf der Hinterachse (HA) können verschiedene Felgen in Abhängigkeit vom Karosserietyp montiert sein:
Schmale Felge.....= 8.5mm - Spur= 65mm
Semi-Breite Felge.= 9.5mm - Spur= 67mm
Breite Felge.........= 11.mm - Spur= 70mm
Je breiter die Felge (und somit die Spur), desto kippstabiler ist das Fahrzeug. Durch die größere Radaufstandsfläche können außerdem höhere Kräfte übertragen werden. Das wirkt sich positiv auf das Fahrverhalten in den Kurven aus.

Außerdem bietet eine breite Karosserie einen besseren Schutz für das empfindliche Servo.

Gibt es eine Liste, welche Karosserie welchen Radstand hat?
Ich stelle bald mal eine auf. Solange kann man hier schauen:

Radstandtabelle
Offset-Tabelle
Offset Tabelle von PN Racing
Hilfreich für die Auswahl der Karosse ist sicherlich auch diese Liste - http://www.rcshop-online.de/karossen.xls (Danke an Olaf vom MiniZ-Shop )

Was zum Teufel ist eigentlich Offset ?????
Dieses kleine Bildchen wird es verdeutlichen ...



Brauche ich Batterien?
Lieber nicht, das wird auf Dauer teuer. Außerdem fahren die Mini-Zs mit Batterien nicht so gut, wie mit Akkus, weil Akkus mehr Strom liefen können.

Was für Akkus muss ich denn besorgen?
Für den Wagen: 4x AAA (Micro) mit mind. 700 mAh
Für die FB: 8x AA (Mignon) am besten mit mind. 1800 mAh

Welche Akku-Sorte ist denn am besten?
In den meisten Fällen reichen standart Zellen wie z.B. NiMH von Sanyo, GP und Tecxel.
Zum Racen auf Rennstrecken ist es empfehlenswert sich sogenannte Hochstrom-Industriezellen zu besorgen. Diese bekommt man entweder bei EBay oder im Internet -z.B.
http://www.Newtecs.de
Der Vorteil dieser Akkus liegt darin das sie halt mehr Strom liefern können als standart Akkus, dieser wird speziell für Tunnigmotoren gebaucht.


Und womit lade ich die Akkus?
Ein geeignetes Ladegerät zu verwenden wäre clever...
Ich nehme die GP Smart PowerBank. Die läd einen Akku mit 800mAh in ca. 60 Minuten. Solltest du dich jetzt nach einem geeigneten Lader umsehen, achte darauf das er eine Einzelschacht Überwachung besitzt und eine DeltaPeak Abschaltung - diese Technik sorgt dafür das alle Akkus immer richtig gefüllt werden.

Kann ich den Mini-Z auch ohne Zubehör tunen?
Eigentlich nicht. Das einzige, was man direkt einstellen kann, ist die Motorposition und die Übersetzung.

Es gibt verschiedene Motorpositionen?
Es gibt beim MR01/01F eine High-Mount Position (Motor über der HA) und eine Rear-Mount Position - RM (Motor hinter der HA).
Beim MR015/02 gibt es noch zusätzlich eine Mittelmotor Position - MM
Beim AWD läßt sich da nichts machen, da der Motor im Chassis integriert ist.


Was ist besser?
Das kommt auf den Platz in der Karosserie an. Ein Rear-Mount sorgt natürlich für einen tieferen Schwerpunkt und damit bei einem Racer für ein besseres Kurvenverhalten.

Was ist mit der Übersetzung?
Im Set sind vier Antriebsritzel, die man auf die Motorwelle stecken kann:
6 / 7 / 8 / 9 Zähne

Übersetzungen (Hauptzahnrad 42T):
6T .. 7,0:1
7T .. 6,0:1
8T .. 5,3:1
9T .. 4,7:1


Es gilt folgende Faustregel:
Je weniger Zähne das Antriebsritzel hat, desto besser ist die Beschleunigung.
Je mehr Zähne das Antriebsritzel hat, desto höher ist die Endgeschwindigkeit.

Gibt es Tuning-Material für den Mini-Z?
Sicher, jede Menge:
Felgen
Reifen in verschiedenen Härtegraden
Achsschenkel mit verschiedenen Sturzwerten
Lenkstangen mit verschiedenen Vorspur- und Nachspur-Winkeln
Kugellager
einstelbare Kugel-Differentiale
Motoren
Ritzel mit mehr als 9 Zähnen
diverse Anbauteile aus Aluminium
VA-Federn in verschiedenen Härtegraden
HA-Federungen (H-Bars) in verschiedenen Härtegeraden
Rolldämpfer
Zentraldämpfer
Frontstabilisatoren in verschiedenen Härtegraden
Karosserien
leistungssteigernde Zusatzelektroniken (Turbos)
selbstsichernde Radmuttern (Stoppmuttern)
polierte Achsschenkelführungen (Kingpins)
Frontrammen
Antennen

Hier ist beispielsweise eine Übersicht über GPM-Zubehör (1.4 MB):

http://mitglied.lycos.de/treinhold/images/bits/mini-z/minizz.jpg

Oje, das ist ja eine Menge Zeugs. Was ist denn sinnvoll?
Viele Zubehörteile sind fahrdynamisch ziemlich sinnlos. Einiges dient in erster Linie der Optik oder gehört in den Bereich der Esotherik.

Sinnvoll ist folgendes:
Reifen
Für den Einsteiger reichen vorne 30° Reifen und hinten 20°. Die Gradzahl gibt dabei die Härte an. Je kleiner die Zahl, desto geringer die Härte, desto besser die Haftung.
Profis haben verschiedene Sätze, um den Wagen besser auf die jeweilige Strecke anpassen zu können.
Die Königsklasse der Reifen stellen die Moosgummi-Reifen dar, weil sie noch mehr Grip bieten. Auch hier gibt es unterschiedliche Härtegrade.



HowTo - Moosies selbermachen:
http://549.rapidforum.com/viewtopic.php?t=7750
http://549.rapidforum.com/viewtopic.php?t=7985

Motor
Der Serien-Motor ist recht lahm. Mit einem Kyosho XSpeed Motor(Wicklung 50T/0,4mm) geht der Mini-Z schon richtig gut.


Es gibt noch stärkere Motoren z.B. von PN-Racing (S01-S04) oder von Atomic (T2/Z2), die allerdings einen Umbau der Elektronik benötigen. Ohne Umbau verkraftet die Fahrstufe die hohen Ströme nicht.
Vergleichstest 130er Motoren

Kugellager
Ein absolutes Muss! Die Plastik-Lager verschleißen schnell und sorgen nicht gerade für einen spielfreien Sitz der Räder bzw. Achsen. Durch die Kugellager laufen die Räder deutlich ruhiger und länger. Das sorgt für eine bessere Performances des Fahrzeugs und für längere Akku-Laufzeiten.
Man benötigt für einen
MR-01 : 4x 6x2x2.5 für die VA und 3x 6x3x2.5 für die HA.
MR-02 : 4x 6x2x2.5 für die VA und 3x 6x3x2.5 für die HA.
Formel1 : 4x 6x2x2.5 für die VA und 3x 6x3x2.5 für die HA.
Overland : 4x 6mmx2mmx2,5mm , 3x 6mmx3mmx2,5mm , 2x 4mmx1,5mmx2mm
Monster : 2x 7mmx4mmx2,5mm , 5x 6mmx3mmx2,5mm , 2x 4mmx1,5mmx2mm
Sehr empfehlenswert sind die Dinball Bearings For Mini-Z & F-1 für 7 USD bei
http://www.rcmart.com .
Man sollte aber nur geschlossene Kugellager kaufen. Offene verdrecken zu schnell. Fertig konfektionierte Kugellagersätze sind meist günstiger, als sich die Lager einzeln zusammenzukaufen.



Zentraldämpfer
Der Zentraldämpfer sorgt für eine Dämpfung der vertikalen Hubbewegungen der Hinterachse. Dadurch können Resonanz-Schwingungen der HA verhindert werden.
Mit anderen Worten: Hüpft die Hinterachse beim starken Beschleunigen, braucht man einen Zentraldämpfer.
Das Schwingen der HA tritt besonders dann auf, wenn man eine weiche HA-Federung (H-Bar) in Kombination mit einem starken Motor fährt.
Es gibt zwei Dämpfer-Alternativen:
Entweder einen teuren Tuning-Dämpfer kaufen (und das Fetten der Führungsstange nicht vergessen), oder der Einbau eines preiswerten Gehörschutzstöpsels. Wie das geht, wird hier beschrieben:

http://549.rapidforum.com/viewtopic.php?t=6599

HA-Federung (H-Bar)
Für den einfachen Cruiser ist das originale H-Bar vollkommen aussreichend.
Wer aber seinen Mini-Z richtig abstimmen möchte, der kommt um einen Satz H-Bars in verschiedenen Härten nicht herum. Welches jetzt das richtige H-Bar ist, kann pauschal nicht gesagt werden. Das hängt nicht nur von der Strecke ab, sondern auch vom persönlichen Fahr-Geschmack.
Durch die Federung der HA wird neben der Traktion auch das Fahrverhalten in Kurven beeinflusst. Oberflächlich kann man sagen, dass ein Mini-Z mit einem harten H-Bar eher zum Übersteuern neigt, als ein Mini-Z mit weichem H-Bar.
Da jeder selbst herausfinden muss, mit welchem Fahrverhalten er am besten zurechtkommt, ist ein Satz mit drei H-Bars in unterschiedlichen Härten empfehlenswert.
Die Materialwahl ist eher zweitrangig. Plastik und CFK können nach einiger Zeit brechen, Metall-Bars sind aber schwer zu bekommen und können verbiegen.
Hier mal zwei Videos, an denen man gut erkennen kann was Tuning an H-Bars bewirken können

Serien H-Bar
CFK H-Bar


Wie optimiere ich denn das Fahrverhalten meines Mini-Z am besten?
Das ist eine Frage, die oft gestellt wird und die man so pauschal einfach nicht beantworten kann. Jeder Fahrer bevorzugt ein anderes Fahrverhalten. Manche kommen z.B. mit einem leicht übersteuernden Wagen besser zurecht, als mit einem untersteuernden Fahrzeug. Dazu verwendet man auf der VA härtere Reifen als auf der HA (30° vorne / 20° hinten).
Das klingt jetzt erstmal seltsam, aber fährt man auf VA und HA gleichharte Reifen, hat man ein stark übersteuerndes Fahrverhalten aufgrund des Heckmotors. Erst bei harten Reifen vorne und Weichen hinten kommt man in den Bereich der Neutralität (ca. 10-20° Unterschied).
Man fängt am besten mit dem Geradeauslauf an. Ist der nicht optimal und lässt sich auch mit der Trimmung der FB nicht richtig einstellen, kann ein Griff zu einer Lenkstange mit 1° oder 2° Vorspur helfen.
Ist der Geradeauslauf optimal, kann man die Reifen je nach Strecke und persönlichem Fahrgeschmack auswählen.
Danach würde ich mich um die Federung der HA kümmern. Mit einem harten H-Bar kann der Wagen auf holperigen Pisten den Kontakt zu Fahrbahn verlieren. Ist das der Fall, sollte man ein weicheres H-Bar probieren. Hat die HA einen besseren Kontakt zu Fahrbahn, verbessert das auch die Traktion , bzw. die Haftung an der HA. Dadurch kann es sein, dass das Fahrzeug jetzt eine untersteuernde Charakteristik ausbildet, die man durch andere Maßnahmen (weichere Reifen vorne / weichere Frontfedern) kompensieren muss.
Faustregel: Ein hartes H-Bar ermöglicht höhere Kurvengeschwindigkeiten bei schlechterer Traktion und Fahrstabilität. Ein weiches H-Bar bringt bessere Traktion und Kontrolle bei geringerer Kurvengeschwindigkeit und erhöhter Kippgefahr.
Wie man sieht, ist eine optimale Abstimmung des Mini-Z gar nicht so leicht. Es empfiehlt sich, immer ein paar Sätze Reifen / Federn / H-Bars mit verschiedenen Härten zum Anpassen des Wagens dabei zu haben.

Was stellt man denn durch andere Achsschenkel ein?
Für den Mini-Z gibt es VA-Achsschenkel mit verschiedenen Sturzwerten (siehe
http://www.kfz-tech.de/Sturz.htm). Durch den Sturz wird die Haftung der Vorderräder bei Kurvenfahrt verändert.
Man merkt einen veränderten Sturz am ehesten durch das veränderte Einlenkverhalten. Je nach Fahrzeug und Abstimmung bewirken höhere Sturzwerte ein direkteres Einlenken, d.h. der Wagen reagiert unmittelbar auf den Lenkbefehl der FB. Man muss ausprobieren, mit welchen Sturzwerten man am besten zurecht kommt.

Ich lese immer wieder was von „Turbos“. Was ist denn das?
Die sogenannten Turbos stellen elektronische Zusatz- oder Austauschbauteile dar, die die Beschleunigung des Mini-Z verbessern können. Außerdem gibt es Motoren, die nur mit diesen „Turbos“ zusammen eingesetzt werden können, ansonsten würde die Platine abbrennen.
Es gibt zwei Arten von „Turbos“:

a) interner Turbo
Hierbei werden die Fahrstufen-Transistoren auf der Platine gegen höherwertigere Mosfets (kurz Fets genannt) ausgetauscht.

http://549.rapidforum.com/viewtopic.php?t=6489
Die einzubauenden Fets heißen IRF7389. Man kann sie einfach huckepack auf die vorhandenen Transistoren löten. Wer es schöner haben möchte, der lötet zuerst die alten aus.
Setzt man zwei 7389er übereinander, so verringert sich durch die Parallelschaltung der Widerstand und man kann noch ein wenig mehr aus seinem Motor rausholen.
Noch besser als die 7389er sind diese Fets: SI4562DY Ihr Innenwiederstand ist nochmal geringer, allerdings sind sie schwerer zu bekommen.
Zum Vergleich: Ein SI4562DY ist vom Innenwiderstand fast so gut wie drei parallele IRF7389.
Der deutliche Vorteil des internen Turbos ist der geringe Platzbedarf. So kann man auch einen Mini-Z F1 frisieren, bei dem ein externer Turbo gar nicht passen würde.

Datenblatt SI-Fets
Und hier gibts welche zu kaufen
Hier auch
...und hier
Sollte es mal vorkommen das nach dem "Turboeinbau" eine Fahrrichtung(..oder beide) nicht funktionieren, kann es sein, dass man eine zu hohe Löttemperatur benutzt hat bzw. zu lange auf den recht empfindlichen Bauteilen herumgebraten hat. Für diesen Zweck hat unser Forumsmitglied hat Garincha1 hier eine Messmöglichkeit beschrieben, wie man prüfen kann ob die Bauteile noch in Ordnung sind > http://549.rapidforum.com/viewtopic.php?t=11288
Hier gibts noch nützliche Infos zum Turbo Einbau > http://549.rapidforum.com/area=025&topic=102573121765
Und hier noch ein schönes Video von Microsash, was sehr gut den Einbau neuer Fets dokumentiert > http://www.youtube.com/watch?v=rKzQXmRh6Og


b) Externer Turbo
Wer sich das SMD-Löten nicht zutraut, der greif zu einem externen Turbo. Die notwendigen Bauteile sitzen hier auf einen separaten Platine, die am Motor, den Motoranschlüssen und den Akkus befestigt wird. Nachteilig ist der große Platzbedarf, so dass man einen externen Turbo nicht bei Mini-Z F1 einsetzen kann.

Beide Turbo-Versionen bringen eine ähnliche Zusatz-Leistung, so dass man nicht sagen kann, welche Turbo-Art besser ist. Die Ästheten greifen eher zum internen Turbo, weil man den von außen nicht sehen kann. Für weniger versierte Bastler empfiehlt sich der externe Turbo.
Für die Motoren Tocad R01 und R02 sowie PN S02 und S03 oder gar einen Atomic T2 ist die Verwendung eines Turbos zwingend. Die originalen Fahrstufen-Transistoren würden die hohen Ströme, die bei der Verwendung der genannten Motoren auftreten, nicht überstehen.

Was gibt es für Motoren?

Kyosho XSpeed
Die am verbreitesten Motoren neben dem Serienmotor sind:
Kyosho x-Speed:
Er kostet ca. 16 € und hat ordentliche Fahrleistungen. Neben einer hohen Endgeschwindigkeit bringt er eine gute Beschleuningung. Besonders seine stromsparenden Eigenschaften und die damit auch lange Akkulaufzeit machen diesen Allrounder zum Top-Motor.
Achtung: Verwechselt den Mini-Z XSpeed nicht mit dem Palm Racer XSpeed oder den billig Nachbauten von Iwaver. Der einzig wahre XSpeed hat einen roten Mini-Z Schriftzug auf dem Aufkleber. Der Nachbau von Iwaver sollte auch nur mit Turbo gefahren werden !

PN Racing S01, S02 und S03:
PN Racing bietet mit seiner S-Serie verschiedene Motoren für unterschiedliche Einsatzgebiete (Drehmoment / Drehzahl). Der schnellste und mit 40€ auch der teuerste Motor der S-Serie ist der S03. Er ist geradezu luxuriös ausgestattet und auch deutlich schneller als der XSpeed.
Nachteilig ist, dass diese Motoren den Einbau eines Turbos erfordern, sonst überlebt die Fahrstufe des Mini-Z nicht lange. Außerdem ist der Stromverbrauch etwas höher und somit die Akkulaufzeit ein wenig eingeschränkt. Nur der S03 geht ökonomer mit dem Strom um.

Topcad R01 und R02:
Besonders preiswert ist die R-Serie von Topcad. Beide Motoren bekommt man für ca. 12 €. Der R01 ist für hohe Drehzahlen, der R02 für hohes Drehmoment ausgelegt. Die Fahrleistungen sind besonders mit dem R01 beachtlich; er ist deutlich schneller als der x-Speed. Allerdings verkürzt sich die Akkulaufzeit um die Hälfte, da diese Motoren einen riesigen Strombedarf haben. Das merkt man sofort, weil sich sowohl der Motor, als auch die Fahrstufen-Fets und die Akkus stark aufheizen. Diese Motoren können deshalb nur mit einem Turbo gefahren werden.

Atomic T2 - Stock
Diese beiden Motoren haben sich im MiniZ Bereich einen Namen gemacht.
Der Atomic Stock ist vergleichbar mit dem XSpeed von Kyosho, ist aber etwas kraftvoller und hat ein offenes Motorengehäuse, was für gute Kühlung sorgt. Laut Herrsteller braucht man für den Stock keinen Turbo. Ich würde aber trotzdem dazu raten einen einzubauen, da schon bei leicht blockierender Hinterachse bei Vollgas die Original Fahrstufe ihren Geist aufgibt. Die Strom aufnahme dieses Motors ist doch zu nahe an der Leistungsgrenze der Fahrstufe.
Der Atomic T2 ist der absolute Hammer Rennmotor mit einem stolzen Preis von ca.50€. Für das Geld bekommt man dann aber einen Kugelgelagerts Gehäuse mit Neodynmagneten. Bei diesem Motor sollte man auf jedem Fall auf SY-Fets zurückgreifen.
Man sollte bei solchen Motoren nie vergessen auf welchen Strecken man fährt, denn ab 30Kmh wird fast jeden MiniZ Strecke zu klein

Ich persönlich bleibe beim Allrounder XSpeed oder auch dem Atomic-Stock, weil mir Fahrzeit wichtiger ist als Geschwindigkeit. Für Zwischendurch sind die Topcad-Motoren eine Überlegung wert, weil sie preislich durchaus attraktiv sind.

HowTo - FAQ -Tests

Umbau eines 130er MiniZ Motor auf Kugellager
Vergleichstest 130er Motoren



Was ist eigentlich ein Differential und was bringt es im Mini-Z?
Ein Differential (auch Ausgleichsgetriebe genannt) sorgt dafür, dass das die Drehzahlunterschiede der hinteren Räder bei Kurvenfahrt ausgeglichen werden.

Alle Mini-Z haben serienmässig ein Kegeldifferential an der Hinterachse verbaut. Der Name kommt daher, dass im Inneren Kegelzahnräder verbaut sind. Dieses Diff ist nicht sperrbar, d.h. wenn ein Hinterrad blockiert ist, dreht das andere mit doppelter Drehzahl durch. Der Vorteil ist, dass man mit einem nicht-gesperrten Differential sehr schnell und sauber um die Kurven kommt.

Als Zubehör gibt es Kugeldifferentiale. Deren Innereinen bestehen aus Kugeln, die die Motorleistung umsetzen. Dadurch ist diese Art der Diffs stufenlos sperrbar, d.h. man kann einstellen, ob bei einem blockiertem Rad das andere durchdreht oder nicht. Dreht das andere Rad nicht durch (also drehen beide Räder immer gleich), spricht man von einem 100% gesperrtem Diff. Das ist dann von Vorteil, wenn man seinen Mini-Z auf maximale Beschleunigung einstellen möchte. Dafür kommt man nicht mehr so schnell und sauber um die Kurven, weil der Wagen zum Übersteuern neigt.
Der Nachteil des Tuning-Diff ist sein Gewicht. Es ist doppelt so schwer, wie das Serien-Diff. Hat man aber ein Tuning-Diff sauber eingestellt, kann es einen deutlichen Vorteil bei der Kurvenfahrt bieten. Das Einstellen ist eine Wissenschaft für sich und kann viel Zeit in Anspruch nehmen.

Wie stellt man denn ein sperrbares Differential richtig ein?
Als Einsteiger sollte man zuerst sein Diff in eine Grundstellung für die jeweilige Strecke bringen. Zuerst dreht man das Diff soweit auf, dass bei Vollgas nur noch das Diff-Zahnrad und nicht mehr die Räder drehen. Jetzt dreht man es wieder ein wenig zu und stellt den Wagen auf die Strecke.
Bei Vollgas hört man deutlich den Antrieb, aber der Wagen sollte sich nur wenig bewegen. Jetzt dreht man das Diff wieder ein wenig zu und testet den Vortrieb erneut. Das macht man solange, bis der Wagen gerade eben sauber beschleunigt, aber das Diff nicht mehr durchdreht.
Das ist die Grundeinstellung. Jetzt kann man sein Diff auf die eigene Fahrweise einstellen. Manche fahren mit leicht durchdrehendem Diff, weil sie so besser um die Kurven kommen, andere bevorzugen eine höhere Sperrwirkung, um besser aus den Kurven heraus beschleunigen zu können.

Hmmm... Vielleicht sollte ich mir einen MR02 holen. Was gibt es denn darüber für Infos?
Der MR02 hat ein komplett anderes Chassis als der MR01. Augefällig ist der tiefe Schwerpunkt, die breite Spur und das integrierte Servo mit Saver. Es gibt den MR02 in zwei Ausführungen: Mittelmotor (MR02-MM) und Heckmotor (MR02-RM). Denn MM gibt es nur mit der Ferrari Enzo und der Lamborgini Diablo Karosserie (Radstand 98mm), den RM hat NSX Karosserien in verschiedenen Lackierungen (Radstand 94mm).
Durch seinen tiefen Schwerpunkt hat der MR02 fahrdynamische Vorteile gegenüber dem MR01, allerdings ist er auch deutlich teurer. Außerdem ist die Auswahl an Zubehör - besonders die Karosserien - noch nicht so reichhaltig wie beim MR01. Hat man bereits einen MR01, kann man ihn mit ein bischen handwerklichen Geschick, auch zu einem MR02 umbauen
MR01/LXX ->>> MR02 Umbauanleitung

Ich habe mir einen MR01 und jede Menge Tuning-Teile gekauft. Was jetzt?
Äh... wie wäre es mit Fahren?
Aber vorher würde ich die Kugellager einbauen. Sonst nichts. Die ersten Stunden sollte man im originalen Zustand fahren, um sich an den Wagen, seine Eigenarten und die FB zu gewöhnen. Man kann so erkennen, ob die grundsätzlichen Dinge (z.B. Geradeauslauf) in Ordnung sind oder ob man Nacharbeiten / Justieren muss.
Nach den ersten Stunden kann man die verschiedenen Reifenkombinationen und Tuning-Teile testen. Aber immer eins nach dem anderen, sonst kann man die Wirkung nicht erkennen,
So kann man sich nach und nach das optimale Setup erarbeiten.
Noch ein Tipp: Niemals ohne Karosserie fahren. Die hält nicht nur ordentlich was aus und schützt so das Chassis, sie sorgt auch dafür, dass das empfindliche Servo bei Kollisionen nicht zerstört wird.

Mein Boden ist zu rutschig. Was ist ein guter Streckenbelag?
Der Standard-Streckenbelag ist ein Nadelfilz-Teppich (oder auch Rips). Man bekommt ihn im Baumarkt für 2 Euro pro qm. Schaut dort mal in die Reste Ecke. 4x1.50m reichen schon zum Testen und Abstimmen. Für eine richtige Strecke sollten es dann aber mindestens 4x5 Meter sein bei einer Fahrbahnbreite von ca 60cm .

Platz ist kein Problem, ich will sowieso nur draussen fahren.
Tja, das war dann wohl einen Griff ins Klo. Mit dem MR01, MR02 und F1 kann man nicht vernüftig draussen fahren. Da sie für den Indoor-Einsatz konzipiert wurden, ist das Fahrverhalten auf einem Parkplatz o.Ä. ziemlich miserabel um nicht zu sagen, draussen sind sie unfahrbar, zudem würde man auf Dauer den Zetti zersören, da das Kunststoff des Chassis wohl schnell durchgescheuert sein wird.
Die einzige Ausnahme: Man kauft sich 20qm Nadelfilz, kehrt den Parkplatz sauber und eben (!), legt den Teppich aus und fährt darauf dann seine Runden.

Ich lebe aber in einem Schuhkarton. Wo kann ich denn meinen Mini-Z mal richtig ausfahren?
Es gibt in Deutschland ein paar kleine permanete Rennstecken (siehe weiter unten in dieser FAQ), wo sich immer einige Leute für heisse Fights auf der Piste treffen. Sowas ist natürlich optimal.

Ich war jetzt mal auf einer Rennstrecke. Aber mein Mini-Z hatte einen ziemlich schlechten Empfang.
Da helfen zwei Dinge:
1.) Eine längere Antenne. Einfach aus Federstahldraht (ca. 0.5mm) zurechtbiegen. Die doppelte Länge hat sich als empfehlenswert gezeigt.
2.) Auf eine andere Frequenz ausweichen. Ich habe gehört, dass einige auf die in Deutschland illegalen Zwischenfrequenzen schwören.

Ich habe den Tipp nicht befolgt und bin ohne Karosserie gefahren. Jetzt lenkt mein Mini-Z nicht mehr. Hilfe!
...grummel... Herzlichen Glückwunsch, du hast sehr wahrscheinlich dein Servo-Getriebe gekillt. Da hilft nur eins: Auseinandernehmen und das defekte Zahnrad austauschen. Weil das ziemlich häufig passiert, führt nahezu jeder Mini-Z Händler Austauschzahnräder. Es gibt sogar teure Metallzahnräder, die nicht mehr brechen können (dafür bricht dann was anderes, irgendwo muss die Kraft ja hin).
Manchmal reisst auch ein Kabel vom Servomotor, Servopoti oder der Platine ab. Kann man aber schnell und einfach nachlöten.
Evtl. ist auch die Lenkstange gebrochen. Ersatzteile gibt es auch hierfür im RC-Handel.

Ok - ich bin beim zweiten Mal mit Karo gefahren - nun ist die Karo hin
Tja, das ist leider ein Problem bei den MiniZ. Die Karosserien sind meist vorne recht Bruchempfindlich, da das Material recht dünn gehalten ist. Zudem kommt noch der recht hohe Preis für eine neue von ca.25 - 35€ je nach Shop und Karo. Die Ausnahme dabei ist die "alte" Mercedes CLK und die Modena (nicht die GTC) Karo, da hat Kyosho noch nicht am Material gespart.
Da du aber sicherlich nicht ständig eine neue Karo kaufen möchtest ist die Anschaffung bzw. der Bau einer "Ramme" sicherlich Sinnvoll. Hier mal zwei Beispiele die zum Erfolg führen ->

Die "Cartman-Ramme"
http://mitglied.lycos.de/treinhold/images/bits/mini-z/frontramme.pdf



Schubfelder ala´ Avant



Leider habe ich auch eine Radmutter verloren. Was jetzt?
...seufz... Erste Hilfe: Schneid' von einem Q-Tip den Wattebausch ab und drehe das andere Ende auf den Radträger. Den überstehenden Teil sollte man auch abschneiden.
Radmuttern aus Nylon kann man nachkaufen. Besser ist es, man greift direkt zu Stoppmuttern aus Metall. Die gibt es von Kyosho und 4 Stück kosten ca. 7 Euro. Oder man kauft sich im Baumarkt bzw. bei Conrad M2 Stoppmuttern (223336). Dann kosten 10 Stück gerade mal 2.50 Euro.

Mir ist die Madenschraube aus meinem teuren Kugeldiff verloren gegangen. Was nun?
Das kenne ich doch irgendwoher...
Änhliche M3-Madenschrauben gibt es im Baumarkt oder bei Conrad (237507). Es empfiehlt sich, diese Schraube mit einer lösbaren Schraubensicherung zu versehen (z.B. Loctite 222).

Beim letzten Rennen ist mir nach einem heftigem Crash das H-Bar gebrochen. ...schnüff...
"If you can't stand pain, don't join the foreign legion."
Nicht weinen, schnitz' dir ein Neues. Die Baupläne und die Anleitung findest du hier:
http://549.rapidforum.com/viewtopic.php?t=7390
Kaufen kann man die H-Bars natürlich auch. Der vorbereitete Profi hat aber immer eine handvoll Ersatz-Bars dabei...

Ich habe jetzt soviel an meinem Mini-Z herumgeschraubt, dass die Plastikgewinde ausgerissen sind und ich die Schrauben nicht mehr festziehen kann.
Naja, man sollte die Schrauben halt nicht so feste anballern...
Ausgerissene Plastikgewinde kann man reparieren, indem man eine passende, lange Schraube nimmt, sie mit einem Feuerzeug heiss macht und dann in das defekte Gewinde einschraubt. Dadurch sollte sich das Plastik etwas verformen und so die ausgerissenen Gewindeflanken verstärken.
Wenn das nicht mehr hilft, kann man das Gewinde auf 2.2mm aufbohren und ein Gewinde M2.5 reinschneiden. Hat man keinen passenden Gewindeschneider, geht das zur Not auch mit einer M2.5er Schraube. Dass da jetzt aber nur noch eine Schraube M2.5 reinpasst, muss ich ja nicht erst erwähnen, oder?
Noch eine Möglichkeit kommt von Leo2k aus dem Forum
"....mit einer Spritze fülle ich das defekte Plastikgewinde mit Sekundenkleber auf, dann nehme ich eine Schraube (am besten eine ganz neue, saubere und dazu den genau passenden Schraubenzieher) und schraube sie ganz schnell in das Gewinde, bis zum Anschlag rein. Nach einer Nacht durchtrockenzeit, habe ich wieder ein astreines Gewinde - besser als es vorher war. "

Nach vier Stunden Rennbetrieb ist mein Mini-Z ganz verdreckt. Wie bekomme ich ihn am besten wieder sauber?
Den Staub bekommt man mit einem weichen Pinsel ganz einfach weg, aus den Zahnrädern bekommt man den Schmutz besten mit einer alten Zahnbürste. Schwieriger sind Fussel, die sich um die Radachsen gewickelt haben. Da hilft nur die Demontage der Räder oder viel Gefummel mit einer Pinzette.
Extrem-Tuner legen einzelne Bauteile von Zeit zu Zeit in ein Ultraschall-Reinigungsbad.

Das schlimme ist ja nicht der Staub, aber meine Karosserie hat Farbspuren und Kratzer...
Das bleibt nicht aus. Man sollte nie mit einer Vitrinenkarosserie ein Rennen fahren. Deine Außenspiegel sind bestimmt auch schon weg.
Man kann eine Mini-Z Karosserie auch neu lackieren bzw. schadhafte Stellen mit einem Lackstift ausbessern.

Stimmt, die Spiegel sind abgebrochen. Was mache ich jetzt?
Lass die Spiegel ab. Man kann sie zwar mit einem guten Sekundenkleber wieder ankleben, aber spätestens beim nächsten Rennen sind sie wieder weg oder man macht es so wie Richie mit seinem
Gummiband-Mod
Große Teile wie Spoiler klebt man ab besten mit einem 2K-Epoxydharz-Kleber wieder an.

Muss man Kugellager eigentlich pflegen?
Muss man nicht, kann man aber.
Bevor man die Kugellager das erste mal einbaut, legt man sie am besten auf ein saugfähiges Papier. Dann packt man einen dicken Tropfen Öl auf jedes Lager und lässt alles 30 Minuten einziehen. Danach alle Lager gut saubermachen und einbauen.
Die geringe Menge Öl, die jetzt noch im Lager ist, sorgt für einen schönen Lauf der Lager. Da man ja geschlossene Lager gekauft hat, bleibt der Dreck auch draussen.
Man kann das ab und zu mal wiederholen, ist aber nicht unbedingt notwendig.
Als Alternative gibt es auch die Möglichkeit, die Kugellager für ein paar Minuten in ein Ultraschall-Ölbad zu legen. Danach sind die wie neu.

Was mache in Sache Pflege mit dem Motor?
Eigentlich nicht viel. Wichtig ist das ordentliche Einlaufen des Motor am Anfang. Siehe:
http://549.rapidforum.com/viewtopic.php?t=7061
Danach kann man von Zeit zu Zeit einen Tropfen Öl auf die Motorlager geben (da, wo die Motorwelle aus dem Gehäuse rausschaut).

Wie pflegt man ein Kugeldifferential?
Zuerst muss man das Diff zerlegen. Dann sieht das ganze so aus:


Das kleine Auto sorgt nur dafür, dass die Kugeln nicht verloren gehen. Nein, es ist kein Bestandteil des Diffs und auch kein Mini-Z.
Auf dem Bild sind alle Teile schon gesäubert. Man kann auch schön die Laufspuren der Kugeln auf den beiden Lagerschalen erkennen. Das ist bei einem gebrauchten Diff normal und schadet der Funktion nicht.
Nach dem Säubern fettet man die Bohrungen der Kugel mit einem Kugellagerfett. Nehmt kein Silikonfett, das ist zu zähflüssig. Auch kein Öl, das ist zu dünnflüssig und wird bei der Fahrt aus dem Diff herausgedrückt. Auf den beiden Lagerschalen kann man auch eine kleine Menge Fett verteilen. Das einzelne Kugellager wird zunächst mit einer Nadel vom äußeren Dreck befreit, dann auf ein saugfähiges Papier gelegt und mit einem dicken Tropfen Öl beträufelt. Nach einer halben Stunde wischt man die Ölreste ab.
Nachdem die Kugeln wieder in das Hauptzahnrad eingesetzt sind, wird das Diff vorsichtig zusammengebaut.
Man muss das Differential jetzt allerdings neu einstellen.

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